Goodbye SamKnows – Welcome Freifunk

Aufgrund einer LAN-Umstellung – SamKnows Whitebox (Version 1.0) sollte in die DMZ – habe ich mal bei SamKnows nachgefragt, was sie davon halten, dass ich das die Box nicht in der vorgesehenen Konfiguration betreibe. Die Antwort war eindeutig:

Hello Volker,
Thanks for getting in touch.
I think you may be right that this network configuration will be incompatible with the Whitebox as it would severally affect our ability to get accurate data. I would suggest not connecting in your planned network configuration. The device cannot be loaded with new firmware, we made it only for this purpose. You might be able to change the firmware anyway if you have the knowledge and tools to do it, but we can’t advise on that. The bridging instructions is for a device that we sent for our American project that had wireless routers, your device is not one of those, it’s already in bridge mode but it can only do the testing in it’s current form.
I suggest throwing it away or recycling it once you arre no longer using it.
Kind regards,
Ati
The SamKnows Team

Die Box ist also frei und steht uneingeschränkt zur Verfügung!

Da die Box – ein TP-Link-Router WR74741NDV2 – openWRT-fähig ist, kann man sie flashen und so einem guten Zweck zuführen, anstatt wie vorgeschlagen, wegzuwerfen.

Dazu muss sie inden telnet-Modus versetzt werden: Neu starten und auf der Rückseite auf den QSS-Taster drücken sobald die zweite LED (Zahnrad-Symbol) blinkt. Die LED blinkt dann wie verrückt.

Die Box hat jetzt die IP-Adresse 192.168.1.1 und kann mittels Telnet angesprochen werden. Da der Router in dem Modus aber kein DHCP unterstützt vorher noch den Rechner, mit dem er angesprochen werden soll, eine feste IP-Adresse (z.B. 192.168.1.2) Netmask 255.255.255.0 und Gateway 192.168.1.1 zuweisen.

SamKnows_Whitebox

Ich habe dann das Image mit wget in den Router (tmp-Verzeichnis) geladen. Das Image lag auf einem lokalen Server auf dem Rechner, also einfach wget http://192.168.1.2/tplink.bin. Dann:

mtd -r write /tmp/tplink.bin firmware
Unlocking firmware ...
Writing from /tmp/tplink.bin to firmware ...     
Rebooting ...

Das dauert wenige Minuten und der Router kann dann neu gestartet werden.

Der Router sollte was sinnvolles machen, daher habe ich mich für Freifunk entschieden. Ich habe das neueste Gluon-Image geflasht. Alles nach Anleitung. Dauert insgesamt max. 5 Minuten.

SamKnows_Freifunk

EasyBox 802 mit O2-DSL-Account

Meine O2-DSL-Surf&Phone-Box hat den Geist aufgegeben, genauer gesagt, die Ethernet- und WLAN-Schnittstellen sind tot. Alles andere – Modem-Synchronisierung, Einwahl in Internet und VoIP – funktioniert. Die Box ist nur noch beschränkt einzusetzen. 😉

O2-DSL-Box

O2-DSL-Box

Ziemlich schwierig, dass der Hotline deutlich zu machen. Wichtiger Tipp: Immer sagen, dass man ein aktuelles Windows hat und sich so verhalten. Wenn man zugibt, andere Betriebssysteme zu benutzen, legen die auf!

Und das hier geht leider gar nicht:

xkcd: Tech Support

Zu meiner Überraschung, teilte man mir mit, dass die Box mein Eigentum sei und die Garantie abgelaufen. Ich dachte eigentlich, dass das eine Zwangsbox war und sie mir deswegen auch nie das Admin-Password gegeben hatten (???). Ich könne jetzt eine beliebige DSL-Box selbst beschaffen und benutzen.

Die dazu gehörigen Einwahldaten hat man mir direkt telefonisch mitgeteilt:

Internetzugang
Benutzername: o2@dsl.o2online.de
Password: freeway

VoIP
Registar: sip.o2online.de
Benutzername: RETCSxxxxxxxx
Password: xxxxxxxxxxxxxxxxx

Das war alles. Soweit so gut.

Das alles habe ich versucht in eine ADSL-fähige ausgeliehene Box (danke Thomas) einzugeben, eine EasyBox 802. Internet wie erwartet kein Problem. Nach Eingabe der Zugangsdaten für das Internet sofort eine Verbindung. Alles läuft. Natürlich nicht so bei VoIP. :-( Dort war erst einmal das Problem zu lösen, überhaupt bei den Spracheinstellungen alle Daten frei eingeben zu können. Hierzu muss ein Hardware-Reset durchgeführt werden, wodurch man einen manuellen Konfigurationsmodus auswählen kann. Bei der Gelegenheit habe ich gleich die neueste Firmware eingespielt.

Unter „Daten“ kann man dann die PPPoE-Session einstellen, nennt sich ATM-Schnittstelle. Bei VPI/VCI 1/32 eintragen, Benutzername und Password für den Internetzugang wie oben eintragen, sonst alles auf Default-Werte belassen. Damit geht der Internetzugang. Trägt man unter „Sprache“ die Zugangsdaten für VoIP ein – egal in welcher Parameter-Kombination – geht nicht. Der Verbindungsaufbau zum SIP-Server bricht mit einer Fehlermeldung ab.

Die Hotline hilft da nicht weit, die schiebt das auf einen Herstellerfehler des Modems/der Modemsoftware. Es ist immer schön, mit qualifiziertem Fachpersonal zu telefonieren. :-( Lange Rede kurzer Sinn: Was O2 einem verheimlicht, ist dass die Sprache über eine separate PPPoE-Session läuft. Die muss man unter „Daten“ anlegen. Bei VPI/VCI 1/35 eintragen, Benutzername o2@voice.o2online.de und Password freeway. Unter Sprache kann man dann seine VoIP-Zugangsdaten eintragen und der zweiten Session zuweisen. Wichtig dabei ist, „Realm (Domäne)“ frei zu lassen und hinter RETCSxxxxxxxx ein @sip.o2online.de anzuhängen.

Wie man darauf kommt? Nicht mit Hilfe der O2-Hotline, denn die lieben ihre Kunden und geben natürlich nicht die vollständigen (!!) Zugangsdaten an. m( m(

Der entscheidene Hinweis kam durch Forensuche bis ans Ende des Internet (gefühlt) und dann diese Beschreibung über das O2-Forum.

Vielen Dank an den Kundenservice von O2! :-( Die kennen noch nicht mal ihre eigene Homepage.

 

War aber zu verschmerzen, da ja eh der neue Router für das LAN zu installieren war: Asus RT-AC66U. Sehr zu empfehlen. Die EasyBox beherrscht anstandslos den Bridge-Modus (RFC 1483 Bridging) und schleift die Daten-Session durch, so dass der ASUS-Router die Zugangsdaten verwalten kann. Dann muss beim nächsten Modemtausch nicht mehr so viel umkonfiguriert werden. 😉

Linux auf Asus Zenbook UX32VD

Erstaunlich! Auf dem ASUS Zenbook UX32VD läuft Debian Wheezy ohne Probleme, alles funktioniert out of the Box. Werksseitig wurde er mit Windows 8 geliefert. Das grenzt schon an Körperverletzung! Da musste dann schnellstens ein vernünftiges und in diesem Fall auch ein bedienbares Betreibssystem installiert werden.

Den Debian-Installer gibt es hier.

Der ASUS hat eine 24 GB SSD und eine 500 GB HD. Auf die SSD kommt das Betriebssystem und die HD ist für die Daten. Der Installer (USB-Stick vom BIOS aus starten) bootetautomatisch im UEFI-Modus. Bei der Hardwareerkennung wird die WLAN-Karte gefunden und nach einem Treiber gefragt. Bietet man die Datei firmware-iwlwifi_0.36+wheezy.1_all.deb auf einem zweiten Stick an, wird WLAN gleich integriert. Das LAN über den USB-Adapter des UX32VD wird direkt erkannt. Dannach lässt man den Installer vollständig durch laufen. Bei mir verschlüsselte LVM-Installation auf der gesamten SSD ohne separate Partitionen.

Das sollte alles durch laufen ohne irgendwelche Störungen. Danach neu booten und fertig. Alles funktioniert direkt. Wheezy verwendet standardmäßig den Kernel 3.2.0.4.

Natürlich noch einige persönliche Anpassungen:

Cinnamon-Desktop installieren

deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import zu /etc/apt/sources.lst hinzufügen.

apt-get update
apt-get install cinnamon

Wenn man will kann man auch mdm statt gdm benutzen:

apt-get install mdm mint-mdm-themes

Oracle Java installieren

deb http://http.us.debian.org/debian wheezy contrib non-free main zu /etc/apt/sources.lst hinzufügen.

apt-get update
apt-get install java-package

Aktuelle Java-Version von Oracle herunter laden. Dann:

make-jpkg <archiv>.tar.gz
dpkg -i oracle-...deb

Mit update-alternatives --config java Oracle Java als Default-Java auswählen.

Skype installieren

Skype gibt es nur für 32-bit-Architekturen. Daher zuerst dpkg --add-architecture i386. Nach apt-get update dann die aktuelle skype-Version als deb herunterladen und mit dpkg - i skype.deb installieren. Das wird eine ganze Reihe von unaufgelösten Abhängigkeiten ergeben. Diese einfach mit apt-get -f install beheben.

Neueste LibreOffice-Version installieren
deb http://ftp.debian.org/debian/ wheezy-backports main zu /etc/apt/sources.lst hinzufügen.

Dann apt-get update und apt-get -t wheezy-backports install libreoffice. Fertig.

 

To be done: Bumblebee und allgemein Stromspar-Tweaks.

Fachpersonal beim Deutschlandradio

Deutschlandradio schreibt mir ganz stolz, dass sie die Beitragszahlerdaten mit den Einwohnermeldeämtern abgeglichen haben und „für ihre Wohnung keinen Eintrag unter ihrem Namen gefunden haben„.

implied facepalm
m( m(

Dann gebt mal als Suchparameter die – Obacht! – Wohnung (!) ein und prüft ob es irgendeinen Beitragszahler mit einem anderen Namen gibt.

Die Damen und Herren Datenbank-Abgleich-Spezialisten!

Ich befürchte, die haben das alte GEZ-Personal übernommen. Die haben damals auch nichts hinbekommen.

(Da frage ich mich auch, wieviele sinnlose Briefe (Portokosten) durch diese Arbeitsweise verursacht wurden.)

Kobo DRM epub unter Linux

Leider werden auf dem Kobostore einige Bücher im DRM epub-Format angeboten. Abgesehen davon, dass DRM grundsätzlich immer enorm behindert und zu neuen Problemen führt, wird die Benutzung von Adobe Digital Edition (ADE) zwingend vorausgesetzt.

Adobe bietet seine Software natürlich nur für Windows und Mac OS an. Cool. :-(

Dadurch ergeben sich zwei Probleme:

  1. ADE lauffähig unter Linux installieren.
  2. Die DRM epubs unter Calibre und damit unter Linux nutzen.

zu 1.:
ADE wird benötigt, um die DRM epub auf den Rechner zu laden. Also muss erst einmal ADE unter Linux installiert werden. Die aktuelle Version 2.0 läuft leider nicht unter Wine. Aber die Vorgänger-Version 1.7.2 (Download z.B. hier) funktioniert ohne Probleme. Diese ist auch vollkommen ausreichend.

Es empfiehlt sich, das neueste Wine (unstable-Zweig) zu installieren (Anleitung für LMDE).

Zur Nutzung von ADE muss ein Account erstellt werden. Kann man online bei Adobe machen. Ist ADE installiert, kann man nun die Bücher aus dem Kobo-Store importieren. Auf der Kobo-Webseite findet man in seiner persönlichen Bibliothek eine Download-Link zu jedem DRM epub. Dieser lädt die Datei URLLink.acsm herunter. Einfach Drag’n’Drop in das Fenster ins unter Wine gestartete ADE importieren. Das eigentliche Buch wird dann von ADE heruntergeladen und kann auch direkt gelesen werden.

ADE legt die Bücher im Homeverzeichnis unter dem Ordner „My Digital Editions“ mit der Endung epub ab. Damit sind die Bücher schon einmal unter Linux abgelegt und verfügbar.

zu 2.:
Calibre bietet ein plugin an, mit dem DRM epub  in die Calibre-Bibliothek importiert werden und wie gewohnt genutzt werden können. Eine detaillierte Beschreibung findet sich auf der epubee-Seite. Unter Wine (unstabel) lässt sich alles wie beschrieben durchführen. Jetzt können alle mit ADE heruntergeladenen Bücher im Ordner My Digital Editions mit Calibre genutzt werden.

Die Ebooks können nun wie gewohnt verwaltet, die Reader bestückt und auch Formatwandlungen z.B. von epub nach mobi durchgeführt werden. Calibre ist somit ein vollwertiger ADE-Ersatz unter Linux.

Für Linux-User eine komfortable Möglichkeit zur Verwaltung der DRM epub-Ebooks aus dem Kobo-Store. Insbesondere wenn man unterschiedliche Reader nutzt sehr zweckmäßig.

Aktuelles Wine in LMDE

LMDE hat in den Repositories leider nur Wine 1.4.1. Leider funktionierte damit die Python 2.6-Installation nicht. Aber mit der aktuellsten Wine-Version (unstable) funktioniert es.

Allerdings muss Wine von Hand installiert werden, es gibt leider keine offizielle Wine Repository, die man einbinden könnte. Die Debian-Dateien gibt es hier. Ich habe die 32bit-Architektur gewählt.  Auf dem 64bit-LMDE muss man vorher also noch folgendes ausführen:

dpkg --add-architecture i386
apt-get update
apt-get install ia32-libs libc6-i386 oss-compat

Falls es noch nicht aufgelöste Abhängigkeiten gibt einfach mit apt-get -f  install auflösen.

Danach die wine-Pakete installieren:

dpkg -i libwine*
dpkg -i wine-bin-unstable*
dpkg -i wine-unstable*

Fertig. Wenn man jetzt winecfg als User aufruft, kann man sich noch bei Bedarf Wine Gecko nachinstallieren.